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Wenn es plötzlich überall brennt

Wenn es plötzlich überall brennt

 

Haag, Gmd. Wurmsham. Eine großangelegte Feuerwehrübung wurde am Freitagabend in Haag, Gmd. Wurmsham, abgehalten. Ziel der Übung war das Sicherstellen der Wasserversorgung im Ernstfall. Robert Ziegelgruber stellte dazu sein Anwesen zur Verfügung. Beobachtet wurde das Ganze von Vertretern der Kreisbrandinspektionen aus Landshut und Mühldorf.

 

Angenommen wurde eine unklare Rauchentwicklung in einer Stallung. Die zuerst eintreffende Feuerwehr Wurmsham erkundete die Lage und begann unverzüglich mit dem Aufbau der Wasserversorgung von einem nahegelegenen Unterflurhydranten. Kurz darauf trafen die Wehren aus Ranoldsberg, Pauluszell und Irl an der Einsatzstelle ein. Unter Atemschutz wurde mit der Personensuche im Stall vorgegangen. Aufgrund starken Windes griff das Feuer auf eine naheliegende Lagerhalle über in welcher mehrere Personen vermisst wurden.

 

Da dieses Szenario mit den vor Ort befindlichen Kräften nicht mehr bewältigt werden konnte, musste die Alarmstufe erhöht werden. So wurden weitere Feuerwehren aus Bodenkirchen, Haunzenbergersöll, Aspertsham, Buchbach, Walkersaich, Oberensbach, Velden und Ruprechtsberg nachalarmiert. Es galt eine Wasserversorgung vom rund 1000 Meter entfernten Lehrhub aufzubauen da der vor Ort befindliche Hydrant das erforderliche Löschwasser nicht hergab. Mit Tanklöschfahrzeugen wurde ein Pendelverkehr ins Nahe Wurmsham eingerichtet um die Fahrzeuge wieder aufzufüllen und Wasser an die Einsatzstelle zu bringen. In der Lagerhalle wurde eine vermisste Person aufgefunden und nach Außen verbracht.

 

Noch beim Lagerhallenbrand gefordert stellten mehrere Feuerwehrleute in einer rund 20 Meter entfernten Scheune erneut eine starke Rauchentwicklung fest. Umgehend wurde dorthin eine Wasserversorgung gelegt und unter Atemschutz mit der Personensuche begonnen. Auch dort konnte eine vermisste Person gefunden und gerettet werden.

 

Bei der anschließenden „Manöverkritik“ begrüßte Valentin Sedlmeier alle anwesenden Feuerwehrkameradinnen und –kameraden der Wehren aus Ober- und Niederbayern sowie den Brandleider Robert Ziegelgruber und stellte das Übungsszenario kurz vor. Da der vor Ort befindliche Unterflurhydrant lediglich 300 Liter/Minute Wasser bringt, ist es unumgänglich die Löschwasserversorgung nach Lehrhub aufzubauen und einen Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen einzurichten. So konnte die Löschwassermenge von 1.400 Liter/Minute sichergestellt werden. Kreisbrandmeister Johann Meyer lobte die sehr gute Zusammenarbeit der einzelnen Wehren und wies darauf hin, dass bei Schadenslagen mit diesen Ausmaßes es unverzichtbar ist Abschnittsleiter einzusetzen und einen Atemschutzpool einzurichten. Weiter muss die Lage frühzeitig komplett erkundet werden und Sicherheitsabstand zu den Gebäuden eingehalten werden. Kreisbrandinspektor Werner Hummel ging nochmals auf die Dringlichkeit bei der Personensuche ein und wies daraufhin, dass an Einsatzstellen der gleiche Funkkanal gewählt werden muss um eine übergreifende Kommunikation sicherzustellen. Bürgermeisterin Maria Neudecker lobte den ruhigen und disziplinierten Ablauf der gut ausgebildeten Feuerwehren bevor sie allen ihren Dank aussprach und eine gute Heimfahrt wünschte.

 

FFW Haag 2000

 

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